Quartette von Beethoven auf historischen Instrumenten mit Leonardo Miucci. Vervollständigung des Aufnahmeprojekts und Neuerscheinung bei Dynamic

Die vorliegende zweite CD bildet den Abschluss des Zyklus, den der Mailänder Pianist und Musikwissenschaftler Leonardo Miucci den Quartetten für Streicher und Klavier von Ludwig van Beethoven widmete. Dabei hebt er die Verbindungen zur Welt von Wolfgang Amadeus Mozart hervor. Im Vergleich zum vorherigen Album, The Young Beethoven, 2020 mit dem Premio Abbiati der italienischen Musikkritik ausgezeichnet, werden in diesem Projekt die Verbindungen zwischen den beiden Komponisten noch deutlicher.

Wechselspiel zweier Meister

The Art of Arrangement umfasst zwei Quartette. «Arrangements», bei denen es sich um Transkriptionen von Bläser- und Klavierquintetten der jeweiligen Komponisten handelt. Im Jahr nach Mozarts Tod – so ist es im Booklet der CD, das ebenfalls von Miucci erstellt wurde, zu lesen – begann Beethoven mit dem Entwurf eines Werks für die ungewöhnliche Besetzung von vier Bläsern und Klavier. Inspiriert wurde er dabei von einem ähnlichen Werk Mozarts, das die Bläser weitgehend von ihrer Rolle in der Harmoniemusik emanzipiert hatte und sie stattdessen in der Kammermusik einsetzte.

«In diesem Fall stellte das Quartett für Streicher und Klavier KV 452 einen wichtigen Bezugspunkt für die Entstehung des Quartetts op. 16 von Beethoven dar und es war eine so wichtige Inspirationsquelle, dass wir beschlossen haben, sie zusammenzustellen und so ihre zahlreichen Elemente der Kontinuität hervorzuheben.»

Leonardo Miucci

Eine überzeugende Formation

Ein ausgezeichnetes Werk

«Hört man die in Jugendzeiten komponierten Quartette mit Klavier, entsteht ein lebhaftes Bild von Beethovens Lehrjahren. Die kompromisslose Wahl der Instrumente und die historische Aufführungspraxis verankern die Werke in ihrer Zeit und lassen die zugrunde liegenden Energien hervorbrechen.» 

Aus der Begründung der Jury zur Vergabe des Premio Abbiati der italienischen Musikkritik 2020

Zum Aufnahmeprojekt

Leonardo Miucci wird vom Alea Ensemble begleitet

  • Violine: Andrea Rognoni
  • Viola: Stefano Marcocchi
  • Violoncello: Marco Frezzato)

Gemeinsam legen sie die erste Aufnahme dieser Werke mit historischen Instrumenten und improvisierten Kadenzen vor und ordnen sie damit in ihren jeweiligen korrekten historischen Rahmen ein.

Das Besondere daran

  • Erste Einspielung mit historischen Instrumenten mit improvisierten Kadenzen.
  • Leonardo Miucci spielt ein Klavier, das von Chris Maene, Ruiselede, 2019 gebaut wurde und der Nachbau eines Instruments von Anton Walter (ca. 1795) ist.
  • Alea Ensemble: Andrea Rognoni, Violine von Carlo Antonio Testore, Mailand (1739);
  • Stefano Marcocchi, Nachbau der Viola von Carlo Antonio Testore, Mailand (1745), von Renzo Mandelli, Triuggio (2012);
  • Marco Frezzato, Violoncello von Matia Poppella, Neapel (1697).
  • CD-Aufnahme im Auditorium Stelio Molo, Lugano (Schweiz), 24. bis 26. Oktober 2020.
  • Koproduktion: RSI Rete Due.

TRACKLIST

Wolfgang Amadeus Mozart (Salzburg, 1756 – Vienna, 1791)
Quartet for Piano and Strings after the Quintet for Piano and Wind Instruments KV 452

  1. Largo 2:35
  2. Allegro moderato 8:46
  3. Larghetto 9:01
  4. Allegretto 6:08

Ludwig van Beethoven (Bonn, 1770 – Vienna, 1827)
Quartet for Piano and Strings after the Quintet for Piano and Wind Instruments op. 16

5. Grave 2:59
6. Allegro, ma non troppo 12:30
7. Andante cantabile 7:34
8. Rondo. Allegro, ma non troppo 7:14